Der Wunsch nach einem Spießerleben

Liebe Püppilotta,

heute teile ich Dir meine tiefste Sehnsucht mit, die mich begleitet, seit ich so alt war, wie du es jetzt gerade bist.
Seit meinem fünften Lebensjahr sehne ich mich zutiefst nach einem klischeemäßigen Spießerleben. In meinen Träumen stelle ich mir dann immer eine Familie vor, die ein Bilderbuchleben lebt:
Mutter, Vater, Kind. Ein Haus mit Garten. Das Kind ein eigenes Kinderzimmer. Es gibt eine Küche, aus der es herrlich nach Kuchen duftet. Jedes Wochenende wird gebacken, es kommt Besuch zum Spielen bzw. zum Kaffeeklatsch. Das Kinderzimmer ist hell und bunt, es gibt viele tolle Sachen zum Spielen. Das Wohnzimmer ist der Ort zum Kuscheln und Entspannen. Im Flur ist es hell und reduziert. Die Kleiderschränke enthalten nicht zu viel des Guten, es ist leicht, Ordnung zu halten, da es nicht zu viele Sachen gibt.

Es ist immer Platz zum Malen oder Turnen da. Es gibt einen Charakter, den das Haus ausstrahlt. Es ist nicht einfach irgendwas lieblos hinplatziert sondern mit einem Plan eingerichtet. Wir haben immer genug Kakao im Haus.

Wir lieben es, zusammen zu backen und die Küche zu verwüsten. Aber auch das Aufräumen fühlt sich leicht an, da man es nicht völlig umsonst macht und außerdem alles seinen Platz hat.

Im Garten darf sich gerne ein eigenes Bäumchen entfalten.
So wie unsere Familie.

Im Haus ist es einfach schön, man fühlt sich wohl und kann sich beim schlimmsten Wetter draußen drinnen beschäftigen.
Es gibt genug Platz zum Spielen und einen eigenen Platz zum Arbeiten, den man verlassen kann um dann auch die Gedanken wieder im Hier und Jetzt zu haben.

Das ist mein Traum schon seit ich denken kann. Und vielleicht sind wir diesem Traum morgen ein großes Stückchen näher.

Ich wünsche Dir, mein Engel, dass du genau so aufwächst, wie ich es gerne wäre.
Mit diesem Haus, in dem man Freunde einladen und ein Kinderzimmer verwüsten kann. Und in dem man nicht von allen Sachen erschlagen wird.

Ich liebe Dich!
Deine Mama

Buchtipp: Das erste Buch FÜR und über hochsensible Kinder

Hallo Ihr Lieben,

heute zeige ich Euch ein Buch, welches mich persönlich sehr berührt hat. Wie ihr wisst, ist Püppilotta hochsensibel. Das ist uns schon aufgefallen, als sie ein Baby war. Hochsensible Kinder bereiten in den ersten Jahren erst einmal vor allem für die Eltern Problemsituationen. Doch sobald die Kinder flügge werden, warten auf sie viele Herausforderungen im Alltag.

…Und nun also, mit fünf Jahren, kommen die ersten Situationen, in denen Püppilotta verunsichert ist:

„Warum sehen dieses oder jenes nicht die anderen?“
„Warum fühlt sich Kind XY gerade so schlecht? Und warum geht es mir deswegen so komisch?“

Solche und ähnliche Fragen tauchen derzeit immer öfter auf. Püppilottas Emotionale Sensitivität ist für sie natürlich ein Vorteil, den sie auch bereits im Alltag nutzt. Aber manchmal wundert sie sich selber über das, was sie wahrnimmt. Und ist am Abend ganz schon „erledigt“ von allem, was sie den Tag über ungefiltert an Reizen verarbeiten musste.

Nun gibt es endlich ein Buch für hochsensible Kinder, in welchem die Kinder an die Hand genommen werden. Es spricht in der Tat die KINDER an, nicht primär die Eltern!

Sabina Pilguj hat das Buch „Ich bin wie ich bin – genial und total normal. Ein Mutmachbuch für (hoch-)sensible Kinderseelen“ geschrieben, welches vom ViaNaturale Verlag verlegt wurde.

Ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden komplett durchgelesen (noch nicht durchgearbeitet, das werde ich zusammen mit Püppilotta machen, da sie ja selber noch nicht lesen kann). Und bin ehrlich begeistert. Die mutmachenden Tipps, die tolle Idee, das Buch von einem Hund erzählen zu lassen (der natürlich selber hochsensibel ist!) und die wunderschönen Bilder im Buch machen das Buch zu einem Highlight und einer wahren Unterstützung.

Danke an die Autorin und den Verlag, die zusammen ein geniales Werk für und über hochsensible Kinder erschaffen haben!

 

UND NUN DAS GESCHENK FÜR EUCH:

UNTER ALLEN, DIE HIER EINEN KOMMENTAR HINTERLASSEN, VERLOSE ICH EIN EXEMPLAR!:)

Teilnehmen könnt ihr bis zum 21.10. um 20 Uhr.

Ihr bekommt das Buch übrigens hier:

(es folgt ein Affilate Link. Wenn ihr über diesen bestellt, bekommen wir ein paar Prozente für die Empfehlung)

Zum BUCH

 

 

Liebe Grüße

Eure Mira

Die Wochenbettbox, das perfekte Geschenk für frisch gebackene Mamis:

Die Wochenbettbox

Hallo Ihr Lieben,

ich habe da eine ganz geniale Sache auf Instagram gefunden, die ich Euch hier vorstellen darf: Es gibt ab sofort die Wochenbettbox, eine Geschenkbox für das Wochenbett, die eine Hebamme zusammen mit einer Apothekerin entwickelt hat.

Ein Paket für´s Wochenbett

Frisch gebackene Mamas freuen sich natürlich sehr über die vielen Geschenke, die für das Baby kommen. Aber auch die Mütter selbst können sich hier nun freuen:)

Die Wochenbettbox bringt alles nach Hause, was das Wochenbett perfekt begleitet.

Wer sind die Entwickler der Box?

Die Berliner Hebamme Kerstin Lüking zusammen mit Ihrer Stuttgarter Freundin Friederike Habighorst-Klemm, die Apothekerin ist.

Zusammen haben sie nun die Manufaktur im Schwarzwald gegründet, in welcher sie die Produkte selber herstellen(!) und von dort aus versenden.

Was ist in der Wochenbettbox enthalten?

Mit der Wochenbettbox erhält man ein Rundum-Sorglos-Paket mit den besten Produkten, die Mutter und Kind in den ersten Wochen benötigen.

Angefangen von Cremes mit sehr außergewöhnlichen Namen (z.B. „Titti-Balm“) über einen milchbildenden Tee mit dem Namen „Latte-to-go“ bis hin zu Kompressen und homöopathischen Kügelchen ist in der Box viel, was heilt und hilft.

Und das alles ist auch noch sehr liebevoll verpackt und wird von dem Begleitheftchen, welches alle relevanten Infos über das Wochenbett enthält, ergänzt. Darin werden auch Wickeltechniken sowie das Binden eines Tragetuches erklärt (tiptop!!).

Aber schaut einfach mal hier, ich habe ein Unboxing-Video erstellt:

Wo bekommt man die Wochenbettbox?

Ihr findet sowohl die Box als auch Einzelprodukte auf der Seite

http://wochenbettbox.de

Ich gebe einen eindeutigen Daumen nach oben und empfehle sie unbedingt weiter. Auf dem Blog http://babytalk.world könnt ihr demnächst die Box aus dem Video gewinnen!

Liebe Grüße

Eure Mira

 

Brief an Mama: Ich bin jetzt groß, lass mich doch los!

Liebe Mama,

gestern waren wir spazieren. Besser gesagt: Deva und du, ihr seid gelaufen, ich bin ja mit meinem coolen roten Fahrrad gefahren. Und du hast mal wieder wunderbar bewiesen, wie lieb du mich hast. Leider auf eine wenig konstruktive Art…

Denn als es neben der Straße an der Kirche ein Stück bergab ging, bist du hysterisch hinter mir her gerannt um mich zu halten.

Mich halten.. Mensch Mama, ich habe DREI Bremsen am Rad!!!

…Und ich bin auch nicht blind oder so. Dass der Weg auf der Straße endete, war auch mir klar wie Kloßbrühe.

Aber du musstest in deine alltbekannte „Mamapanik“ gehen, wie ich es ab jetzt nenne.

Wahrscheinlich hattest du mal wieder „Kopfkino“: Du sahst mich immer schneller den Berg hinab sausen uns mitten in den Verkehr reinbrettern.

Okay, ich kann es verstehen, ich weiß wie sehr du mich liebst. Aber mal ehrlich:
Ich soll nächstes Jahr in die Schule! IN DIE SCHULE. Da muss ich auch alleine morgens den Weg zum Bus schaffen. Und ey, die Polizisten haben uns im Kindergarten soo viel beigebracht.

Nur kann ich all mein Wissen nicht zeigen, wenn du mich nicht los lässt.

Also, komm schon.

Vertraue mir. Ich bin schon groß!;)

Deine Püppilotta

Werde bloß nicht so wie ich

Meine liebste Maus,

Heute möchte ich dir ein paar Sachen mit auf den Weg geben die ich im Leben einfach nicht beherrsche.

Ich hoffe sehr, dass du es leichter haben wirst wenn du meine Macken nicht übernimmst. Zum Beispiel bin ich ganz furchtbar gut im Aufschieben. Briefe öffnen schiebe ich unfassbar gerne auf. Das Ausfüllen von Formularen  kann ich für jeden anderen Menschen auf der Welt wunderbar. Nur meine eigenen Formulare kriege ich nicht auf die Reihe. Kann Anträge stellen Behörden Nerven und tolle Kooperation an Land ziehen, solange es nicht um mich selber geht. Außerdem  kann ich andere sehr gut beraten. Zum Beispiel darin, wie man am besten aufräumt. Mir selber fällt das aufräumen dagegen total schwer, ich muss mich immer wieder überwinden obwohl ich im Nachhinein auch immer ein Glücksgefühl habe, wenn alles schön ordentlich und sauber ist. Ich habe die verrücktesten Ideen, und versuche sie immer alle auf einmal umzusetzen wodurch meistens nicht eines fertig wird. Ich wünsche dir, dass du auch verrückte Ideen hast aber dass du es schaffst eines nach dem anderen fertig zu stellen.

wenn alles schön ordentlich und sauber ist. Ich habe die verrücktesten Ideen, und versuche sie immer alle auf einmal umzusetzen wodurch meistens nicht eines fertig wird. Ich wünsche dir, dass du auch verrückte Ideen hast aber dass du es schaffst eines nach dem anderen fertig zu stellen.

Du  bist schon mit deinen fünf Jahren sehr ehrgeizig, wofür wir dich auch immer wieder loben. Doch lass dich von deinem Ehrgeiz nicht in die Ecke treiben. Ein zu großer Ehrgeiz kann dazu führen, dass man sich nie vollkommen fühlt. Man ist nie  mit sich zufrieden und vergleicht sich ständig mit anderen. Alle anderen sind hübscher, erfolgreicher, lustiger, reicher, kreativer. Für einen selbst hat man meistens nicht viel übrig, wenn man seine eigenen Ziele zu hoch steckt.

Deswegen wünsche ich dir, dass du Genügsamkeit lernst.

Dass du am Abend auf den Tag zurückblickst und mit dir zufrieden bist.  Dass du in den Spiegel schauen kannst und kein Grauen empfindest.

Du sollst mit Selbstliebe gefüllt aufwachsen und ein gutes Maß an Selbstkritik beherrschen. Ganz ohne geht es ja schließlich auch nicht.

Und du sollst mit dem, was du hast, glücklich sein. Nicht ständig immer mehr wollen.

Zu guter Letzt wünsche ich dir, dass du deinem Kind nicht irgendwann einmal eine solche Mahnung schreibst, wenn du selber Mami bist.

Du wirst übrigens großartig sein als Mama, das sehe ich jetzt schon, wenn ich dich mit deinen Puppen beobachte💕💕💕

Alles Liebe

Deine Mama

Püppilottas Blog: Mein erster Tag im Schwimmkurs. Ich mache das Seepferdchen

Hallo liebe Leute,

meine Mama sagt, ich darf hier schreiben was ich will.
Ich will euch was erzählen, was ich heute gemacht habe:

Mein neues Hobby heißt „Seepferchen“: Ich kann jetzt schwimmen!

Also jedenfalls bald.

Denn heute war mein erster Tag im Schwimmkurs. Und das war echt totaaal toll! Ich war soo aufgeregt, dass ich immer wieder Pipi musste, bevor es losging. Und als wir Kinder mit den Mamas dann am Schwimmbecken auf die Lehrer gewartet haben, war mir dann plötzlich doch ganz schön komisch im Bauch. Ich dachte schon, ich müsste schon wieder aufs Klo…

Und aufgeregt war ich!

Ich habe mich erst mal an Mama gekuschelt und auf die Lehrer gewartet. Als die dann kamen, sahen die alle so lustig aus! Die hatten so Anzüge an, die wie Superheldenkostüme aussehen. Mama sagte, dass das Neoprenanzüge sind, damit man im Wasser nicht friert. Und solche Anzüge bekamen wir Kinder auch an. Nur halt kleiner.

Und dann mussten wir alle kurz Duschen. Eine Lehrerin zeigte uns einmal wie das geht und dann sollten wir das alle der Reihe nach auch machen.

Ich war echt tapfer! Denn sonst hasse ich die Dusche!!!

Aber hier standen ja schon hinter mir die nächsten Kinder und die wollte ich nicht aufhalten…

Wir bekamen dann alle so Gürtel um den Bauch.

Danach ging es ins Wasser. Und da kamen meine Bedenken direkt wieder: Wir gingen nämlich in das große Schwimmerbecken. Und nicht in das Kinderbecken!

Aber wir können doch noch gar nicht schwimmen?

Meine Sorge wurde dann aber weggepustet als ich sah, dass alle Kinder wegen dem Gürtel im Wasser oben blieben. Und bei mir klappte das auch!

Wir bekamen dann die Beinbewegung erklärt und übten das am Beckenrand im Wasser mit den Beinen gaaamz lange.

Das war sooo anstrengend!

Und dann hieß es plötzlich dass die Stunde nun rum ist. Und wir alle noch einmal rutschen sollten.

Ja! Rutschen! Auf der großen orangenen Rutsche, vor der ich immer so Angst habe!

Aber alle Kinder rannten schon zur Leiter… Mir wurde ganz heiß und kalt und meine Beine waren plötzlich sehr schwer…

Und ich musste ganz schnell aufs Klo!!

Meine Mama rging mit mir dorthin und als wir wieder kamen, waren noch zwei Kinder an der Leiter.

Also waren sie noch nicht alle durch, und ich stellte mich an.

Oben auf der Leiter sah ich dann, dass eine Lehrerin in der Kurve auf uns wartet und bremste. Und die andere Lehrerin stand ganz unten um uns aufzufangen.

Also wagte ich es!

Zwar etwas ungestüm und extrem langsam, aber:

HEY, ICH WAR GERUTSCHT!!!!!

Ich bin geruuuuuuutscht!!! *sing*

Die große orangene Rutsche:-)

Yippie, morgen geht es weiter!

ICH BIN SOOO STOLZ! Das muss ich direkt mal om Kindergarten alles erzählen;)

Liebe Grüße

Eure Püppilotta

 

„Bei Papa ist es schöner“… Meine Welt bricht zusammen:(

Hallo Ihr Lieben,

wie einige vielleicht mitbekommen haben, ist meine Maus gerade zwei Wochen bei ihrem Papa in Trier, ihren Jahresurlaub dort absolvieren. Der wohnt noch bei seinen Eltern, wodurch die Kleine fast rund um die Uhr bei denen ist.

Ich bin derzeit mit Deva nach Füssen in den Urlaub gefahren und versuche meine Tränen, die ich am liebsten nach meinem geliebten Kind verweinen würde, durch viel Wandern und Schwimmen abzuwimmeln.

Heute aber brach der Damm dann total nach einer Sprachnachricht, die ich von meiner Maus über das Whats App der Oma bekam:

„Bei Papa ist es schöner!“ klang da die Stimme meines Engels entgegen.

Und bei mir rollten die Tränen ungefähr drei Stunden lang.

…  Wird sie gerne wieder nach Hause kommen?

… Vermisst sie mich denn gar nicht?

… wieso kommt sie überhaupt auf eine solche Idee, den Urlaub und ihr zu Hause zu vergleichen???

Ich war so fertig, das könnt ihr Euch gar nicht vorstellen!!! 🙁

Aber dann wurde ich mit Kritik von Seiten der Oma geradezu ertränkt:

  • Das Kind ist zu dünn
  • Bei Euch muss sie immer allein spielen
  • immer muss sie viel zu früh ins Bett
  • Stimmt es etwa dass ihr nur Leitungswasser trinkt? Kinder brauchen Sprudel mit Calcium
  • Ihr ist immer langweilig…
  • Hier bekommt sie wenigstens was zu essen, sie sagt bei Euch gäbe es immer zu wenig zu essen (…).

Das waren die Worte, die mir da um die Ohren flogen.

Ähm, nur um eines klarzustellen:

20 Uhr ist für eine Fünfjährige voll okay als Bettzeit. Ja, wir kaufen kein Mineralwasser, da wir es für unnötig halten und das Mädchen sich noch nie dazu negativ geäußert hat. Kohlensäure ist sicher nicht so sinnvoll?!
Und natürlich ist es bei uns langweiliger, als wenn man den ganzen Tag von Oma und Opa betüdelt wird. Mein Gott, wir müssen halt arbeiten (… das machen normale Menschen halt…). Und wir haben nicht das Geld um täglich irgendwelche Attraktionen zu besuchen.

Kuchen gibt es nur an Feiertagen und Geburtstagen. Und Süßkram nur sehr selten.

ES IST VERDAMMT UNFAIR, DEM KIND VOR AUGEN ZU FÜHREN, DASS DAS ALLES NICHT NORMAL SEI!!!

Mache ich was falsch?

Ich habe so Angst, dass mein Engel nicht mehr zu mir will:(

Liebe Grüße

Eure Mira

Dein erstes Mal: Liebeskummer

Es ist passiert. Lange war es abzusehen aber es trifft einen ja dann doch irgendwie heftiger als man es dachte.

Du bist fünf und hast deinen ersten richtig schlimmen Liebeskummer!!!

Als ich dich letztens aus dem Kindergarten abholte warst du schrecklich am weinen. Auf dem Nachhauseweg erzähltest du mir, dass dein aller liebster Freund heute lieber mit Jungs spielen wollte als mit dir. Er hat wohl auch etwas  recht gemeines zu dir gesagt, was deinen „Schock“ noch verstärkte, was in etwa so geklungen haben muss: „Du bist nicht mehr mein Freund!“

Leider kann ich dir diese wirklich wichtige Erfahrung nicht abnehmen, es ist völlig normal, dass ein Freund auch andere Freunde haben kann. Und ich denke sogar, dass es dir gut tun wird, auch mit anderen Kindern im Kindergarten zu spielen.

Natürlich ist die Tonwahl noch verbesserungsbedürftig, mit welcher dein Freund dir mitteilt, gerade mit den anderen spielen zu wollen, aber dafür seid ihr ja alle noch am wachsen, auch solche Dinge muss man erst noch lernen;)

Ich verspreche dir, egal, was andere zu dir sagen und wie viele Freunde du gerade hast:

Ich werde IMMER für dich da sein:-*

Und immer gerne deine Tränen trocknen und dich knuddeln, wenn es mal nicht so toll lief im Kindergarten. Übrigens, dein Freund hatte noch am selben Nachmittag vergessen, dass er nicht mehr dein Freund ist.

Und heute habt ihr im Garten, als ich dich abholte ganz entspannt zusammen gespielt. Ich hoffe, dass du für dein Leben lernst: Die Launen der anderen können sich so schnell ändern wie der Wind…

Alles liebe, deine Mama

Waldorfschule: Deine Zukunft. Auch wenn Oma und Opa eher lachen

Liebe Püppilotta,

du kommst nächstes Jahr in die Schule. Und da dein Papa, Deva und ich die staatlichen Schulen absolut für KEINE Option halten, wirst du eine Schülerin an der Waldorfschule. Du bist ein Feingeist, eine hochsensible. Du singst gerne vor dich hin und bastelst aus allem, was du findest tolle Sachen.

Du bist emphatisch, kreativ und oft brauchst du mehr Zeit als alle anderen Kinder, um eine neue Situation anzunehmen. Denn dir reichen nicht die Verarbeitung der optischen und akustischen Reize, du nimmst immer die zwischenmenschlichen Verbindungen auf, fühlst, was andere gerade fühlen und musst dich erst einmal finden zwischen all den Emotionen um dich herum.

Die Waldorfschule hat in ihren Grundpfeilern diese Aspekte verankert, schult sogar mehr als die meisten anderen Schulen das Zwischenmenschliche und sieht in den Schülern die Seelen.

Natürlich kann es immer mit dem jeweiligen Lehrer alles stehen und fallen. Das bleibt sicher auch in der Waldorfschule nicht aus.

Du wirst keine ständigen Lehrerwechsel haben sondern mit dem Lehrer oder der Lehrerin, die du ab der ersten Klasse hast, acht Jahre verbunden bleiben.

Auch das gefällt uns sehr.

Auch, dass du dein Tanztalent und dein Schauspieltalent einbringen darfst empfinden wir als großen Vorteil, den die Waldorfschule mit sich bringt.

Aber noch ein Aspekt ist uns bei der Wahl der Schule extrem wichtig gewesen:

Wie die Schule die Kinder auf das Leben vorbereitet. Die Selbstständigkeit, die Neugierde, das Lernen von den ganzheitlichen Aspekten des Lebens. All das möchten wir dir mit auf deinen Weg geben.

Leider sehen das nicht alle Freunde und Familienmitglieder so wie wir.

Es gibt schon erste Bewertungen dir gegenüber, in denen dir erklärt wird, die Waldorfschule wäre ja gar keine Schule…

Du hast mich sehr traurig gefragt, ob das stimme. Dir war anzusehen, dass du verunsichert warst und dass du verletzt warst.

Das schmerzt mir unglaublich in der Seele. Denn alle, die so reden, haben sich noch keine einzige Minute mit dem System der Waldorfschulen auseinander gesetzt.

Ich muss zugeben, dass auch ich den Großteil meines Lebens kein Zipfelchen von einer Ahnung davon hatte, was in einer Waldorfschule passiert.

Auch ich habe vor einigen Jahren einen faden Beigeschmack empfunden, wenn jemand erwähnte, dass er auf die Waldorfschule geht.

Was mich aber dann innerlich so dermaßen berührt hat:
ALLE, die jemals mir gegenüber von ihrer Waldorfschule sprachen sind nicht nur sehr intelligent und gebildet. Sie redeten vor allem mit einem STRAHLEN im Gesicht von ihrer Schule. Sie kannten das Thema „Bauchschmerzen“ im Bezug auf die Schule nicht. Sie waren sehr enthusiastisch und erzählten von Projekten, die mich neidisch machten.

Liebe Maus, glaube mir, deinem Papa und Deva: Wir wollen das Beste für dich. Und du darfst uns vertrauen, du wirst alles Lernen, was du später einmal brauchst, um deiner Berufung zu folgen und deinen Weg zu beschreiten.

Das Kompetenzteam wird nur sozusagen erweitert, die Lehrer können dir die Dinge beibringen die wir alle nicht zu vermitteln in der Lage sind. Und ich bin fest überzeugt:

Du wirst deine Schule lieben:-)

Tausend Küsse,

deine Mama

Angst davor, von einer Reise nicht mehr wieder zu kommen

Liebe Püppilotta,

morgen bringe ich dich zu deinem Papa und deinen Großeltern. Denn Deva und ich fliegen übermorgen nach London und wollten dir diesen Stress ersparen. Diese Entscheidung hatten wir schon lange gefällt, bevor wir den Flug und das Hotel buchten.

Nun hat es ja in London am Wochenende diese Terroranschläge gegeben, die wirklich furchtbar sind. Und ich habe Angst.
Aber nicht davor zu sterben, sondern davor, dich zu verlassen.

Du bist noch viel zu jung, um deine Mama zu verlieren, ich habe dir noch sooo viel zu erzählen!

Und es gibt so unfassbar viel, was ich noch mit dir erleben möchte!

Deswegen: Ich komme heil zurück, ich werde gut auf mich aufpassen:)

Dir wünsche ich eine wunderbare Zeit bei Papa, Oma und Opa mein Schnuckel!

Bis bald!

Deine Mama