Werde bloß nicht so wie ich

Meine liebste Maus,

Heute möchte ich dir ein paar Sachen mit auf den Weg geben die ich im Leben einfach nicht beherrsche.

Ich hoffe sehr, dass du es leichter haben wirst wenn du meine Macken nicht übernimmst. Zum Beispiel bin ich ganz furchtbar gut im Aufschieben. Briefe öffnen schiebe ich unfassbar gerne auf. Das Ausfüllen von Formularen  kann ich für jeden anderen Menschen auf der Welt wunderbar. Nur meine eigenen Formulare kriege ich nicht auf die Reihe. Kann Anträge stellen Behörden Nerven und tolle Kooperation an Land ziehen, solange es nicht um mich selber geht. Außerdem  kann ich andere sehr gut beraten. Zum Beispiel darin, wie man am besten aufräumt. Mir selber fällt das aufräumen dagegen total schwer, ich muss mich immer wieder überwinden obwohl ich im Nachhinein auch immer ein Glücksgefühl habe, wenn alles schön ordentlich und sauber ist. Ich habe die verrücktesten Ideen, und versuche sie immer alle auf einmal umzusetzen wodurch meistens nicht eines fertig wird. Ich wünsche dir, dass du auch verrückte Ideen hast aber dass du es schaffst eines nach dem anderen fertig zu stellen.

wenn alles schön ordentlich und sauber ist. Ich habe die verrücktesten Ideen, und versuche sie immer alle auf einmal umzusetzen wodurch meistens nicht eines fertig wird. Ich wünsche dir, dass du auch verrückte Ideen hast aber dass du es schaffst eines nach dem anderen fertig zu stellen.

Du  bist schon mit deinen fünf Jahren sehr ehrgeizig, wofür wir dich auch immer wieder loben. Doch lass dich von deinem Ehrgeiz nicht in die Ecke treiben. Ein zu großer Ehrgeiz kann dazu führen, dass man sich nie vollkommen fühlt. Man ist nie  mit sich zufrieden und vergleicht sich ständig mit anderen. Alle anderen sind hübscher, erfolgreicher, lustiger, reicher, kreativer. Für einen selbst hat man meistens nicht viel übrig, wenn man seine eigenen Ziele zu hoch steckt.

Deswegen wünsche ich dir, dass du Genügsamkeit lernst.

Dass du am Abend auf den Tag zurückblickst und mit dir zufrieden bist.  Dass du in den Spiegel schauen kannst und kein Grauen empfindest.

Du sollst mit Selbstliebe gefüllt aufwachsen und ein gutes Maß an Selbstkritik beherrschen. Ganz ohne geht es ja schließlich auch nicht.

Und du sollst mit dem, was du hast, glücklich sein. Nicht ständig immer mehr wollen.

Zu guter Letzt wünsche ich dir, dass du deinem Kind nicht irgendwann einmal eine solche Mahnung schreibst, wenn du selber Mami bist.

Du wirst übrigens großartig sein als Mama, das sehe ich jetzt schon, wenn ich dich mit deinen Puppen beobachte💕💕💕

Alles Liebe

Deine Mama

Püppilottas Blog: Mein erster Tag im Schwimmkurs

Hallo liebe Leute,

meine Mama sagt, ich darf hier schreiben was ich will.

Ich will euch was erzählen, was ich heute gemacht habe:

Ich kann jetzt schwimmen!

Also jedenfalls bald.

Denn heute war mein erster Tag im Schwimmkurs. Und das war echt totaaal toll! Ich war soo aufgeregt, dass ich immer wieder Pipi musste, bevor es losging. Und als wir Kinder mit den Mamas dann am Schwimmbecken auf die Lehrer gewartet haben, war mir dann plötzlich doch ganz schön komisch im Bauch. Ich dachte schon, ich müsste schon wieder aufs Klo…

Und aufgeregt war ich!

Ich habe mich erst mal an Mama gekuschelt und auf die Lehrer gewartet. Als die dann kamen, sahen die alle so lustig aus! Die hatten so Anzüge an, die wie Superheldenkostüme aussehen. Mama sagte, dass das Neoprenanzüge sind, damit man im Wasser nicht friert. Und solche Anzüge bekamen wir Kinder auch an. Nur halt kleiner.

Und dann mussten wir alle kurz Duschen. Eine Lehrerin zeigte uns einmal wie das geht und dann sollten wir das alle der Reihe nach auch machen.

Ich war echt tapfer! Denn sonst hasse ich die Dusche!!!

Aber hier standen ja schon hinter mir die nächsten Kinder und die wollte ich nicht aufhalten…

Wir bekamen dann alle so Gürtel um den Bauch.

Danach ging es ins Wasser. Und da kamen meine Bedenken direkt wieder: Wir gingen nämlich in das große Schwimmerbecken. Und nicht in das Kinderbecken!

Aber wir können doch noch gar nicht schwimmen?

Meine Sorge wurde dann aber weggepustet als ich sah, dass alle Kinder wegen dem Gürtel im Wasser oben blieben. Und bei mir klappte das auch!

Wir bekamen dann die Beinbewegung erklärt und übten das am Beckenrand im Wasser mit den Beinen gaaamz lange.

Das war sooo anstrengend!

Und dann hieß es plötzlich dass die Stunde nun rum ist. Und wir alle noch einmal rutschen sollten.

Ja! Rutschen! Auf der großen orangenen Rutsche, vor der ich immer so Angst habe!

Aber alle Kinder rannten schon zur Leiter… Mir wurde ganz heiß und kalt und meine Beine waren plötzlich sehr schwer…

Und ich musste ganz schnell aufs Klo!!

Meine Mama rging mit mir dorthin und als wir wieder kamen, waren noch zwei Kinder an der Leiter.

Also waren sie noch nicht alle durch, und ich stellte mich an.

Oben auf der Leiter sah ich dann, dass eine Lehrerin in der Kurve auf uns wartet und bremste. Und die andere Lehrerin stand ganz unten um uns aufzufangen.

Also wagte ich es!

Zwar etwas ungestüm und extrem langsam, aber:

HEY, ICH WAR GERUTSCHT!!!!!

Ich bin geruuuuuuutscht!!! *sing*

Die große orangene Rutsche:-)

Yippie, morgen geht es weiter!

ICH BIN SOOO STOLZ! Das muss ich direkt mal om Kindergarten alles erzählen;)

Liebe Grüße

Eure Püppilotta

 

„Bei Papa ist es schöner“… Meine Welt bricht zusammen:(

Hallo Ihr Lieben,

wie einige vielleicht mitbekommen haben, ist meine Maus gerade zwei Wochen bei ihrem Papa in Trier, ihren Jahresurlaub dort absolvieren. Der wohnt noch bei seinen Eltern, wodurch die Kleine fast rund um die Uhr bei denen ist.

Ich bin derzeit mit Deva nach Füssen in den Urlaub gefahren und versuche meine Tränen, die ich am liebsten nach meinem geliebten Kind verweinen würde, durch viel Wandern und Schwimmen abzuwimmeln.

Heute aber brach der Damm dann total nach einer Sprachnachricht, die ich von meiner Maus über das Whats App der Oma bekam:

„Bei Papa ist es schöner!“ klang da die Stimme meines Engels entgegen.

Und bei mir rollten die Tränen ungefähr drei Stunden lang.

…  Wird sie gerne wieder nach Hause kommen?

… Vermisst sie mich denn gar nicht?

… wieso kommt sie überhaupt auf eine solche Idee, den Urlaub und ihr zu Hause zu vergleichen???

Ich war so fertig, das könnt ihr Euch gar nicht vorstellen!!! 🙁

Aber dann wurde ich mit Kritik von Seiten der Oma geradezu ertränkt:

  • Das Kind ist zu dünn
  • Bei Euch muss sie immer allein spielen
  • immer muss sie viel zu früh ins Bett
  • Stimmt es etwa dass ihr nur Leitungswasser trinkt? Kinder brauchen Sprudel mit Calcium
  • Ihr ist immer langweilig…
  • Hier bekommt sie wenigstens was zu essen, sie sagt bei Euch gäbe es immer zu wenig zu essen (…).

Das waren die Worte, die mir da um die Ohren flogen.

Ähm, nur um eines klarzustellen:

20 Uhr ist für eine Fünfjährige voll okay als Bettzeit. Ja, wir kaufen kein Mineralwasser, da wir es für unnötig halten und das Mädchen sich noch nie dazu negativ geäußert hat. Kohlensäure ist sicher nicht so sinnvoll?!
Und natürlich ist es bei uns langweiliger, als wenn man den ganzen Tag von Oma und Opa betüdelt wird. Mein Gott, wir müssen halt arbeiten (… das machen normale Menschen halt…). Und wir haben nicht das Geld um täglich irgendwelche Attraktionen zu besuchen.

Kuchen gibt es nur an Feiertagen und Geburtstagen. Und Süßkram nur sehr selten.

ES IST VERDAMMT UNFAIR, DEM KIND VOR AUGEN ZU FÜHREN, DASS DAS ALLES NICHT NORMAL SEI!!!

Mache ich was falsch?

Ich habe so Angst, dass mein Engel nicht mehr zu mir will:(

Liebe Grüße

Eure Mira

Dein erstes Mal: Liebeskummer

Es ist passiert. Lange war es abzusehen aber es trifft einen ja dann doch irgendwie heftiger als man es dachte.

Du bist fünf und hast deinen ersten richtig schlimmen Liebeskummer!!!

Als ich dich letztens aus dem Kindergarten abholte warst du schrecklich am weinen. Auf dem Nachhauseweg erzähltest du mir, dass dein aller liebster Freund heute lieber mit Jungs spielen wollte als mit dir. Er hat wohl auch etwas  recht gemeines zu dir gesagt, was deinen „Schock“ noch verstärkte, was in etwa so geklungen haben muss: „Du bist nicht mehr mein Freund!“

Leider kann ich dir diese wirklich wichtige Erfahrung nicht abnehmen, es ist völlig normal, dass ein Freund auch andere Freunde haben kann. Und ich denke sogar, dass es dir gut tun wird, auch mit anderen Kindern im Kindergarten zu spielen.

Natürlich ist die Tonwahl noch verbesserungsbedürftig, mit welcher dein Freund dir mitteilt, gerade mit den anderen spielen zu wollen, aber dafür seid ihr ja alle noch am wachsen, auch solche Dinge muss man erst noch lernen;)

Ich verspreche dir, egal, was andere zu dir sagen und wie viele Freunde du gerade hast:

Ich werde IMMER für dich da sein:-*

Und immer gerne deine Tränen trocknen und dich knuddeln, wenn es mal nicht so toll lief im Kindergarten. Übrigens, dein Freund hatte noch am selben Nachmittag vergessen, dass er nicht mehr dein Freund ist.

Und heute habt ihr im Garten, als ich dich abholte ganz entspannt zusammen gespielt. Ich hoffe, dass du für dein Leben lernst: Die Launen der anderen können sich so schnell ändern wie der Wind…

Alles liebe, deine Mama

Waldorfschule: Deine Zukunft. Auch wenn Oma und Opa eher lachen

Liebe Püppilotta,

du kommst nächstes Jahr in die Schule. Und da dein Papa, Deva und ich die staatlichen Schulen absolut für KEINE Option halten, wirst du eine Schülerin an der Waldorfschule. Du bist ein Feingeist, eine hochsensible. Du singst gerne vor dich hin und bastelst aus allem, was du findest tolle Sachen.

Du bist emphatisch, kreativ und oft brauchst du mehr Zeit als alle anderen Kinder, um eine neue Situation anzunehmen. Denn dir reichen nicht die Verarbeitung der optischen und akustischen Reize, du nimmst immer die zwischenmenschlichen Verbindungen auf, fühlst, was andere gerade fühlen und musst dich erst einmal finden zwischen all den Emotionen um dich herum.

Die Waldorfschule hat in ihren Grundpfeilern diese Aspekte verankert, schult sogar mehr als die meisten anderen Schulen das Zwischenmenschliche und sieht in den Schülern die Seelen.

Natürlich kann es immer mit dem jeweiligen Lehrer alles stehen und fallen. Das bleibt sicher auch in der Waldorfschule nicht aus.

Du wirst keine ständigen Lehrerwechsel haben sondern mit dem Lehrer oder der Lehrerin, die du ab der ersten Klasse hast, acht Jahre verbunden bleiben.

Auch das gefällt uns sehr.

Auch, dass du dein Tanztalent und dein Schauspieltalent einbringen darfst empfinden wir als großen Vorteil, den die Waldorfschule mit sich bringt.

Aber noch ein Aspekt ist uns bei der Wahl der Schule extrem wichtig gewesen:

Wie die Schule die Kinder auf das Leben vorbereitet. Die Selbstständigkeit, die Neugierde, das Lernen von den ganzheitlichen Aspekten des Lebens. All das möchten wir dir mit auf deinen Weg geben.

Leider sehen das nicht alle Freunde und Familienmitglieder so wie wir.

Es gibt schon erste Bewertungen dir gegenüber, in denen dir erklärt wird, die Waldorfschule wäre ja gar keine Schule…

Du hast mich sehr traurig gefragt, ob das stimme. Dir war anzusehen, dass du verunsichert warst und dass du verletzt warst.

Das schmerzt mir unglaublich in der Seele. Denn alle, die so reden, haben sich noch keine einzige Minute mit dem System der Waldorfschulen auseinander gesetzt.

Ich muss zugeben, dass auch ich den Großteil meines Lebens kein Zipfelchen von einer Ahnung davon hatte, was in einer Waldorfschule passiert.

Auch ich habe vor einigen Jahren einen faden Beigeschmack empfunden, wenn jemand erwähnte, dass er auf die Waldorfschule geht.

Was mich aber dann innerlich so dermaßen berührt hat:
ALLE, die jemals mir gegenüber von ihrer Waldorfschule sprachen sind nicht nur sehr intelligent und gebildet. Sie redeten vor allem mit einem STRAHLEN im Gesicht von ihrer Schule. Sie kannten das Thema „Bauchschmerzen“ im Bezug auf die Schule nicht. Sie waren sehr enthusiastisch und erzählten von Projekten, die mich neidisch machten.

Liebe Maus, glaube mir, deinem Papa und Deva: Wir wollen das Beste für dich. Und du darfst uns vertrauen, du wirst alles Lernen, was du später einmal brauchst, um deiner Berufung zu folgen und deinen Weg zu beschreiten.

Das Kompetenzteam wird nur sozusagen erweitert, die Lehrer können dir die Dinge beibringen die wir alle nicht zu vermitteln in der Lage sind. Und ich bin fest überzeugt:

Du wirst deine Schule lieben:-)

Tausend Küsse,

deine Mama

Angst davor, von einer Reise nicht mehr wieder zu kommen

Liebe Püppilotta,

morgen bringe ich dich zu deinem Papa und deinen Großeltern. Denn Deva und ich fliegen übermorgen nach London und wollten dir diesen Stress ersparen. Diese Entscheidung hatten wir schon lange gefällt, bevor wir den Flug und das Hotel buchten.

Nun hat es ja in London am Wochenende diese Terroranschläge gegeben, die wirklich furchtbar sind. Und ich habe Angst.
Aber nicht davor zu sterben, sondern davor, dich zu verlassen.

Du bist noch viel zu jung, um deine Mama zu verlieren, ich habe dir noch sooo viel zu erzählen!

Und es gibt so unfassbar viel, was ich noch mit dir erleben möchte!

Deswegen: Ich komme heil zurück, ich werde gut auf mich aufpassen:)

Dir wünsche ich eine wunderbare Zeit bei Papa, Oma und Opa mein Schnuckel!

Bis bald!

Deine Mama

Juni 2017

Meine geliebte Maus,

in wenigen Tagen (nun gut, es sind noch 15) wirst du schon FÜNF Jahre alt! Oh man, die Zeit rennt so unfassbar, dass ich das Gefühl habe, nicht hinterher zu kommen…

In den letzten fünf Monaten hast du dich endgültig vom Kleinkind-Alter verabschiedet, bis gewachsen und mental enorm gereift. Aus dir ist ein richtiges Vorschul-Mädchen geworden! Wir waren sogar schon an deiner zukünftigen Waldorfschule, um sie einmal anzuschauen.
Sie hat dir sehr gefallen:)

Derzeit machst du öfter mal bei deinem Papa Urlaub. Denn Deva und ich sind oft unterwegs zu Konferenzen, die nicht so wirklich toll für dich wären. Du findest das total klasse und freust dich jedes mal sehr. Bei Papa, der ja auch bei Oma und Opa im Haus wohnt, ist es immer sehr schön. Du wirst betüdelt, bekommst leckere Naschereien und immer dein Lieblingsessen.

Manchmal habe ich Angst, dass du deswegen am liebsten nur noch bei deinem Papa sein möchtest. Ich weiß, diese Angst ist sehr egoistisch:( Aber die Angst, dass dich jemand wegnehmen will, habe ich immer. Und noch schlimmer wäre für mich, wenn du es hier bei mir nicht schön fändest. Leider kann ich nicht immer nur mit dir spielen. Ich muss ja auch arbeiten. Und manchmal habe ich  schlechte Laune oder schlicht gerade keine Lust auf „Spielen“…

So etwas kennen Oma und Opa sicher nicht.
Ich hoffe, dass du weißt, dass ich dich sehr liebe! Und mein bestes gebe, immer für dich da zu sein:)
Und meisten klappt das auch sehr gut! Wir beide haben so unfassbar schöne Momente miteinander, können ganz wunderbar kuscheln und durch die Welt tanzen. Wir können basteln, spielen und singen. Und und einfach nur in die Augen schauen und und wohl fühlen.

Ich wünsche uns, dass wir uns nie auseinander leben, dass wir diese wundervolle Bindung immer haben werden, auch wenn du erwachsen bist und nicht mehr bei mir wohnst.

Ich liebe dich!

Deine Mama

Herzlich Willkommen liebe Leser!

Liebe Leser,

erst einmal ein herzliches Willkommen auf dem Blog, in dem Püppilotta und ich zusammen die Inhalte füllen:)

Hier werdet ihr einige spannende Projekte finden, es gibt auch endlich einen YOUTUBE-Kanal von uns (ich weiß, alle Familymag-Leser fragen sich schon lange, wo der bleibt…) und hier werden wir uns vor allem um das spezielle Mutter-Kind-Beziehungs-Ding auslassen.

Denn neben der unfassbar großen Mutterliebe ist diese Beziehung vielen anderen Faktoren ausgesetzt:

Streitthemen, Trotz.

Kuschelmomenten.

Tränen.

Und natürlich: „Das möchte ich Dir noch sagen, mein Kind!“ (eigene Kolumne).

Viel Spaß und danke fürs Folgen:-)

Mira und Püppiotta

September 2016

Liebe Püppilotta,

heute möchte ich mich endlich mal wieder mit einem Brief an dich wenden. Denn du machst mich zur Zeit zur stolzesten Mama der Welt!

„Wann bin ich fünf?“

„Ich mach jetzt das Seepferdchen!“

„Ich kann jetzt schreiben, kann ich jetzt zur Schule?!“

– Dies sind einige der am häufigsten genutzten Sätze von dir, mein Liebling:)

Und in der Tat kannst du schon ziemlich viele neue Sachen:

Du kannst ohne meine Hand im Schwimmbad paddeln, lernst Radfahren, kannst Wörter wie „Mama“, „Papa“ und deinen Namen schreiben.

Du kannst morgens selber deine Klamotten wechseln, kannst selbst dein Zimmer aufräumen (wow, das „konnte“  ich mit vier noch lange nicht!) und kannst vor allem jeden um deinen Finger wickeln.

Du kannst uns alle stundenlang voll quatschen.

Du kannst auch manchmal nerven.

Du willst alles wissen.

Du willst am liebsten sofort groß sein, und schaust jeden Morgen in den Spiegel, um festzustellen, dass du wieder gewachsen bist;)

Du kannst deine eigenen Grenzen setzen („nicht kitzeln!“) und so richtig schlechte Laune haben;P

Du kannst für deine eigene Meinung einstehen und dich im Kindergarten ziemlich gut durchsetzen.

Du hast einen tollen besten Freund und kannst so herzlich lachen, dass alle anwesenden Menschen angesteckt werden.

Du hast ein riesiges Herz.

Du bist sanft, lieb und stark,

und kannst trotzdem angekuschelt kommen.

Du bist manchmal laut.

Am liebsten singst du zur Zeit lauthals Laternenlieder, weil ja der Herbst jetzt endlich da ist, und man bald Laternen bastelt.

Du liebst es zu malen, zu basteln und Chaos zu verbreiten. Aber du kannst super toll deine Sachen wieder wegräumen:)

Du kommst ganz nach mir. Du kommst ganz nach deinem Papi. Du kommst ganz nach deinen Großeltern. Und sogar deinen Uropa erkenne ich deutlich in dir wieder.

Du bist perfekt, so wie du bist, und das möchte ich dir ständig sagen.

Ich liebe dich, mein Schatz und freue mich riesig, wenn du aus deinem Urlaub zurück kommst.

Tausend Küsse

Deine Mama